Scharf kritisiert hat der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ulmer Westen, Georgios Giannopoulos, dass Kultusministerin Eisenmann (CDU) die Einführung des Fachs Informatik an den allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2017/18 gestoppt hat.

„Alle Welt und insbesondere die CDU predigen ständig die Vorteile der Digitalisierung. Da bedeutet der Verzicht auf das Fach Informatik geradezu einen Rückschritt“, so Giannopoulos, der selbst in der IT-Branche arbeitet. Er zitierte den Informatiklehrerverband, der erklärt hatte, wer in einem Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg die Schulinformatik nicht endlich voranbringe, der säge den Ast ab, auf dem wir alle sitzen.

„Dem kann ich nur beipflichten“, erklärte der SPD-Politiker und Stadtrat. In der weltweiten Konkurrenzsituation, in der sich Deutschland heute befinde, könne unser Wohlstand nur durch eine Spitzenposition in Zukunftstechnologien langfristig gesichert werden. Den Schulen komme dabei eine entscheidende Bedeutung bei der Grundorientierung der Kinder in Richtung der digitalen Technik zu.
Er befindet sich damit auch auf einer Linie mit dem Arbeitgeberverband des Landes befindet. Dessen Präsident Dulger hatte hinsichtlich der Streichung des Fachs Informatik ebenfalls von einer falschen Weichenstellung für die Zukunftsfähigkeit des Landes gesprochen.

Die Pläne für Informatik als Pflichtfach wurden Ende vergangenen Jahres noch unter SPD-Kultusminister Andreas Stoch gefasst. Zusätzlich zu einem „Basiskurs Medienbildung“ in der 5. Klasse sollte in allgemein bildenden Schule in der Klassenstufe 7 ein verbindlicher „Aufbaukurs Informatik“ mit einer Stunde pro Woche angeboten werden. Darauf sollte dann in den Klassenstufen 8 bis 10 ein neues Fach „Informatik, Mathematik, Physik“ (IMP) folgen, das zum Beispiel mathematische Grundlagen des MP3-Algorithmus vermittelt. Für Hauptschulen und Werkrealschulen war ein Wahlfach Informatik geplant.
Dies alles waren sinnvolle Vorhaben der SPD in der grün-roten Landesregierung.