Ulm bei Lebensqualität unter den ersten zehn

Das ZDF hat eine große Deutschland-Studie zum Thema „Wo lebt es sich am besten?“ durchgeführt. Dabei wurden die Kategorien Arbeit & Wohnen, Freizeit & Natur sowie Gesundheit & Sicherheit unter den 401 Landkreisen und Städten durchgeführt. Mit 207 Punkten erreichte München den ersten Platz. Ulm liegt mit 199 Punkten auf Platz 10 und gehört somit zur Top Ten der lebenswertesten Städte und Landkreise in Deutschland.

„Das ist natürlich eine langfristige Entwicklung und vielen klugen kommunalpolitischen Entscheidungen zu verdanken an der die Ulmer SPD und deren langjähriger Oberbürgermeister Ivo Gönner auch ihren Anteil haben. Wir freuen uns natürlich sehr über das positive Ranking und sehen dies gleichzeitig als Verpflichtung, mit aller Energie daran zu arbeiten, das dies auch weiterhin so bleibt oder sogar noch besser wird. Wenn Ulm sich weiterhin so großer Beliebtheit erfreut, müssen wir jedoch noch stärker als bisher für bezahlbaren Wohnraum sorgen. Das ist eine der größten kommunalpolitischen Herausforderungen der nächsten Zeit“, sagt SPD-Stadtrat Martin Ansbacher.

Andrea Schiele, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, fühlt sich in ihrem Einsatz für die Rechte der Frauen bestätigt, denn beim Frauenanteil in Kreistagen, Stadträten oder Gemeinderäten belegt Ulm deutschlandweit den ersten Platz. „Der hohe Frauenanteil im Ulmer Gemeinderat ist kein Zufall“, meint Andrea Schiele, „denn bereits in den 50er Jahren gab es parteiübergreifende politische Strukturen für und mit Frauen. Darauf baut u.a. der bis heute aktive Arbeitskreis für mehr Frauen in den Gemeinderat auf – immer noch parteiübergreifend aber gerade auch zwischen den Wahlen aktiv.“ Über das Ranking freut sich auch der Kreisvorsitzende und SPD-Stadtrat Martin Ansbacher: „Für die Ulmer SPD ist die quotierte Kommunalwahlliste bereits seit 1989 eine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns, dass Ulm den größten Frauenanteil im Gemeinderat deutschlandweit hat“,

Zudem liegt Ulm bei der Anzahl der Vereine pro 1000 Einwohner auf Platz 11. „Dies zeigt das große Engagement der Ulmerinnen und Ulmer. Für das großartige Engagement bedanken wir uns bei allen, die sich in unserer Stadt einsetzen. Die ehrenamtliche Tätigkeit ist unverzichtbar für eine funktionierende Stadtgesellschaft.“, freut sich SPD-Gemeinderat Georgios Giannopolous.

Weniger erfreulich ist die Ganztagsbetreuungsquote im Kindergartenalter, bei der Ulm nur auf Platz 267 liegt. „Dies liegt auch an den weiterhin zu hohen Kita-Gebühren“, sagt der Ulmer Juso-Kreisvorsitzende Matthias Lamprecht. Er begrüßt das geplante „Gute-Kita-Gesetz“ der neuen Familienministerin Franziska Giffey. Mit diesem sollen 3,5 Milliarden Euro für eine bessere Kita-Qualität und für die Senkung der KiTa-Gebühren den Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Gemeinsame Pressemitteilung der Jusos Ulm, SPD Ulm und AsF Ulm zur Deutschlandstudie des ZDF

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Verzicht auf Informatik ist ein Rückschritt

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins im Ulmer Westen, Georgios Giannopoulos, kritisiert scharf, dass die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) die Einführung des Fachs Informatik an den allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2017/18 gestoppt hat. „Alle Welt und insbesondere die CDU predigen ständig die Vorteile der Digitalisierung“, sagt Giannopoulos, der selbst in der IT-Branche arbeitet. „Da bedeutet der Verzicht auf das Fach Informatik geradezu einen Rückschritt.“

Der Ulmer Stadtrat zitiert den Informatiklehrerverband, der erklärt hat, wer in einem Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg die Schulinformatik nicht endlich voranbringe, säge den Ast ab, auf dem man sitze. „Dem kann ich nur beipflichten.“ In der weltweiten Konkurrenzsituation könne der Wohlstand nur durch eine Spitzenposition in Zukunftstechnologien langfristig gesichert werden. Den Schulen komme dabei eine entscheidende Bedeutung bei der Grundorientierung der Kinder in Richtung der digitalen Technik zu. Giannopoulos sieht sich damit auch auf einer Linie mit dem Arbeitgeberverband des Landes. Dessen Präsident hatte zur Streichung des Fachs ebenfalls von einer falschen Weichenstellung gesprochen.

Hintergrundinfo:
Die Pläne für Informatik als Pflichtfach wurden noch unter SPD-Kultusminister Andreas Stoch gefasst. Zusätzlich zu einem „Basiskurs Medienbildung“ in der 5. Klasse sollte in allgemeinbildenden Schulen in der Klassenstufe 7 ein verbindlicher „Aufbaukurs Informatik“ mit einer Stunde pro Woche angeboten werden. In den Klassenstufen 8 bis 10 sollte ein neues Fach „Informatik, Mathematik, Physik“ (IMP) folgen. Für Hauptschulen und Werkrealschulen war ein Wahlfach Informatik geplant.

Quelle: SWP - Jakob Resch


Informatikunterricht gestrichen - SPD kritisiert Kultusministerin Eisenmann

Scharf kritisiert hat der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ulmer Westen, Georgios Giannopoulos, dass Kultusministerin Eisenmann (CDU) die Einführung des Fachs Informatik an den allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2017/18 gestoppt hat.

„Alle Welt und insbesondere die CDU predigen ständig die Vorteile der Digitalisierung. Da bedeutet der Verzicht auf das Fach Informatik geradezu einen Rückschritt“, so Giannopoulos, der selbst in der IT-Branche arbeitet. Er zitierte den Informatiklehrerverband, der erklärt hatte, wer in einem Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg die Schulinformatik nicht endlich voranbringe, der säge den Ast ab, auf dem wir alle sitzen.

„Dem kann ich nur beipflichten“, erklärte der SPD-Politiker und Stadtrat. In der weltweiten Konkurrenzsituation, in der sich Deutschland heute befinde, könne unser Wohlstand nur durch eine Spitzenposition in Zukunftstechnologien langfristig gesichert werden. Den Schulen komme dabei eine entscheidende Bedeutung bei der Grundorientierung der Kinder in Richtung der digitalen Technik zu.
Er befindet sich damit auch auf einer Linie mit dem Arbeitgeberverband des Landes befindet. Dessen Präsident Dulger hatte hinsichtlich der Streichung des Fachs Informatik ebenfalls von einer falschen Weichenstellung für die Zukunftsfähigkeit des Landes gesprochen.

Die Pläne für Informatik als Pflichtfach wurden Ende vergangenen Jahres noch unter SPD-Kultusminister Andreas Stoch gefasst. Zusätzlich zu einem "Basiskurs Medienbildung" in der 5. Klasse sollte in allgemein bildenden Schule in der Klassenstufe 7 ein verbindlicher "Aufbaukurs Informatik" mit einer Stunde pro Woche angeboten werden. Darauf sollte dann in den Klassenstufen 8 bis 10 ein neues Fach "Informatik, Mathematik, Physik" (IMP) folgen, das zum Beispiel mathematische Grundlagen des MP3-Algorithmus vermittelt. Für Hauptschulen und Werkrealschulen war ein Wahlfach Informatik geplant.
Dies alles waren sinnvolle Vorhaben der SPD in der grün-roten Landesregierung.


Söflinger SPD: Erhöhte Verkehrssicherheit und Sanierung Forsthaus Söflingen

Mit zahlreichen Initiativen und Aktionen hat die SPD im Ulmer Westen in diesem Jahr ihre Arbeit für den Stadtteil erfolgreich fortgesetzt. Die Söflinger SPD hat eine dringend nötige Verbesserung der Verkehrssicherheit im Klosterhof, vor allem für die Schülerschaft der Meinloh-Grundschule konsequent gefordert und befürwortet die nun umgesetzte Poller-Lösung der Meinloh-Schule.

Außerdem unterstützt die Söflinger SPD die Anstrengungen der Meinloh-Schule, ihren Schülerinnen und Schülern einen sicheren Schulweg zu Fuß zu ermöglichen. Wir begrüßen das Projekt Lauf- und Fahrradbus und appellieren an die Stadtverwaltung auf weitere Vorschläge der Eltern einzugehen, wie eines Übergangs mit Zebrastreifen auf Höhe Ottiliengasse oder Klingensteiner Straße und eines sicheren Fußgängerweges in der Ochsengasse, die von Eltern auf Grund der Gefährlichkeit gemieden wird.

Ein weiteres Anliegen für die Sozialdemokraten ist die Sanierung des beliebten, aber starke bauliche Mängel aufweisenden Söflinger Forsthauses, um den Vereinen auch in Zukunft eine funktionsfähige Unterkunft für ihre Aktivitäten zu bieten und vor allem der Bedeutung des Forsthauses, als Haus der Söflinger Vereine gerecht zu werden.

„Ein wichtiges Anliegen aller demokratischen Kräfte ist in diesem Jahr die OB-Wahl am 29. November. Nutzen Sie Ihre Chance zu rechtsstaatlicher Demokratie und zur Gestaltung Ulms – beteiligen Sie sich“, so Georgios Giannopoulos.

Schon jetzt möchten wir darauf hinweisen, dass im Rahmen des Advent-Wochenendes des Söflinger Vorstadtvereins die traditionelle Söflinger Familien-Weihnacht, am Sonntag, den 6. Dezember, ab 11 Uhr in der Klostermühle stattfindet. Alle Söflingerinnen und Söflinger sind herzlich eingeladen zu Kasperle-Theater, Glühwein, Kaffee und Kuchen, Nikolausbesuch und Weihnachtlicher Live-Musik.


Schulpflicht für Kinder von Geflüchteten

In seiner gestriegen Vorstandssitzung zeigte der Vorstand des SPD Ortsvereins Ulm – Mitte/Ost Unverständnis über die Vorschläge des SPD Landesvorsitzenden in Thüringen, die Schulpflicht für Kinder von Asylbewerbern und Flüchlingen auszusetzen. „Diese Kinder stehen unverschuldet vor einer ungewissen und unklaren Zukunft und sollen nun auch noch der Chance auf Bildung beraubt werden!“ so Ulrike Schanz (Vorsitzende). „Bildung ist das Einzige was Menschen egal wohin sie gehen mitnehmen können.“

Für den Vorstand ist vollkommen klar, dass das keine Antwort ist auf die drängenden Raumfragen in Schulen und den Anforderungen an einem qualifizierten Unterricht für diese Kinder.

Bildung ist ein Menschenrecht - Schulbildung ist ein Kinderrecht und in den UN-Konvention verankert. Expert*innen weisen regelmäßig darauf hin, wie wichtig jeder Einblick in deutsche (bzw. europäische) Institutionen und Lebensweise, jedeUnterweisung in der Sprache des Gastgeberlandes ist. Und das ist vollkommen unabhängig von der Aufenthaltsdauer und dem Ausgang eines Asylverfahrens. Das sind Grundsteine mit denen die Menschen weitermachen können.

Daher hat der der Vorstand auch einen Antrag für den Landesparteitag in Baden-Württemberg beschlossen in dem Vorschläge dieser Art eine klare Absage erteilt werden soll. „Wer, wenn nicht das wohlhabende Deutschland kann die Aufgabe leisten?“ so Schanz abschließend.


SPD macht sich weiter für Erhalt der Meinloh-Hauptschule in Söflingen stark

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bildungsdiskussion und unter anderem der Diskussion um die Zukunft der Hauptschule hat das Land Baden- Württemberg die „Qualitätsoffensive Bildung“ ins Leben gerufen. Nach diesem Konzept sollen die Hauptschulen künftig als „Neue Werkrealschulen“ gleichwertig neben den Realschulen stehen. So soll es künftig möglich sein, an jeder zweizügigen Werkrealschule den mittleren Bildungsabschluss anzubieten.

Voraussetzung der Einrichtung solcher Werkrealschulen soll laut Minister Rau also sein, dass mindestens zwei Parallelklassen bestehen. Die Entscheidung über die Einrichtung einer Werkrealschule trifft die Kommune selbst.

Zwar gibt Minister Rau auch für die kleineren Hauptschulen noch eine Bestandsgarantie, es ist aber anzunehmen, dass die Pläne der Landesregierung darauf abzielen, längerfristig die Hauptschulen ganz durch Werkrealschulen zu ersetzen. Danach soll ja auch die finanzielle Förderung ausgerichtet werden. Da für die neuen Werkrealschulen die Schulbezirke entfallen sollen, werden die verbleibenden kleineren Hauptschulen so nach und nach ausbluten, bis sie aufgrund zu geringer Schülerzahl geschlossen werden müssen. Denn Eltern mit einer entsprechenden Empfehlung für ihr Kind werden gerade in Ulm ihr Kind gleich an einer Werkrealschule anmelden.
„Diese Pläne tangieren ganz besonders uns in Söflingen. Auf Dauer sehen wir den Bestand der Meinloh- Hauptschule dadurch akut gefährdet. Da die Meinloh- Hauptschule die einzige einzügige unter den Ulmer Standortschulen für das zehnte Schuljahr ist, besteht die Gefahr, dass dieser seitherige Standortvorteil verloren geht und in der Folge diese für den Stadtteil enorm wichtige Schule ganz verschwindet. Dies wiederum hätte auch enorme Folgen für die Schulen in der näheren Umgebung. Die Söflinger SPD macht sich für den Erhalt der Meinloh- Hauptschule stark und hat sich bei Oberbürgermeister Ivo Gönner und der SPD- Gemeinderatsfraktion bereits dafür eingesetzt, dass die Schule in Söflingen bestehen bleibt. Diese Schule ist für Söflingen ein wichtiger Standortfaktor und stark mit örtlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen verwoben, die Verantwortlichen sind aktiv und engagiert und bringen sich in das Stadtteilleben voll ein. Auch aus diesen Gründen sollte die Schule auf jeden Fall erhalten bleiben.“ so der Vorsitzende der Söflinger SPD Martin Ansbacher.

Diese Pläne zeigten deutlich auf, dass die Bildungspolitik in Baden- Württemberg alles andere als weitsichtig und konzeptionell nicht einheitlich sei. Bereits vor einiger Zeit wurden die Haupt- und Werkrealschulen dazu ermutigt, einen Praxiszug einzurichten. Alle Bemühungen, einen solchen Praxiszug zu installieren würden durch die neuen Pläne nun konterkariert werden. Die bisherige Aufteilung nach Klasse 7 in einen „Praxiszug“, der zum Hauptschulabschluss führt, und in einen „Werkrealschulzug“, der auf das 10. Schuljahr vorbereitet, wird somit aufgegeben, da die „Neue Werkrealschule“ einen sechsjährigen Bildungsgang beinhaltet.

Die einzige Möglichkeit für kleinere Hauptschulen bestünde darin mit anderen Schulen zu fusionieren. Dies ist nun auch im neu vorgestellten städtischen Konzept für die Meinloh- Schule angedacht. Diese solle mit der Schule in Einsingen ein gemeinsames Schulzentrum mit dem Schwerpunkt Sport bilden und als „Außenstelle“ funktionieren.

Grundsätzlich begrüßt die SPD zunächst, dass die Meinloh- Schule nach diesem Konzept erhalten bleibt. „Wir wollen aber auch inhaltlich ein langfristiges, tragfähiges und mit den Schulen ein auf Dauer auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmtes Konzept, dass auf die Zukunft der Meinloh- Schule ausgerichtet ist.“, so Martin Ansbacher weiter. Die SPD im Ulmer Westen will nicht, dass die angedachte Qualifikation als „Außenstelle“ nur ein Vorbote und damit eine Übergangslösung bis hin zur Schließung ist. Wie die Vorstellungen der Stadt bezüglich des angedachten Schulzentrums nun konkret aussehen werden, bleibt abzuwarten. Die SPD wird die Entwicklungen diesbezüglich aufmerksam begleiten.


SPD für Meinloh-Hauptschule aktiv

Martin Ansbacher: Bestand auf Dauer gefährdet
Söflingen "Auf Dauer sehen wir den Bestand der Meinloh-Hauptschule akut gefährdet", sagte Martin Ansbacher, Söflinger SPD- Vorsitzender, beim vom Ortsverein organisierten Bürgergespräch über die Zukunft der Söflinger Schule. Er kritisierte die Pläne der Landesregierung, mit der Einführung neuer Werkrealschulen den bisherigen einzügigen Hauptschulen das Wasser abzugraben. Das sei "alles andere als weitsichtig und konzeptionell nicht einheitlich". Für Söflingen sei die Schule ein "wichtiger Standortfaktor", der "stark mit örtlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen verwoben" sei. Daher wolle sich der SPD- Ortsverein aktiv für den Erhalt der Schule einsetzen.


SPD macht sich für Meinloh-Hauptschule stark

Die SPD im Ulmer Westen diskutierte im Rahmen eines Bürgergesprächs die Zukunft der Meinloh- Hauptschule in Söflingen. Der Vorsitzende Martin Ansbacher sieht die Schule aufgrund der Pläne der Landesregierung akut gefährdet.
SPD macht sich für Erhalt der Meinloh-Hauptschule in Söflingen stark

Die SPD im Ulmer Westen diskutierte im Rahmen eines Bürgergespräches die Zukunft der Meinloh- Hauptschule in Söflingen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bildungsdiskussion und unter anderem der Diskussion um die Zukunft der Hauptschule hat das Land Baden- Württemberg die „Qualitätsoffensive Bildung“ ins Leben gerufen. Nach diesem Konzept sollen die Hauptschulen künftig als „Neue Werkrealschulen“ gleichwertig neben den Realschulen stehen. So soll es künftig möglich sein, an jeder zweizügigen Werkrealschule den mittleren Bildungsabschluss anzubieten.

Voraussetzung der Einrichtung solcher Werkrealschulen soll laut Minister Rau also sein, dass mindestens zwei Parallelklassen bestehen. Die Entscheidung über die Einrichtung einer Werkrealschule trifft die Kommune selbst.

Zwar gibt Minister Rau auch für die kleineren Hauptschulen noch eine Bestandsgarantie, es ist aber anzunehmen, dass die Pläne der Landesregierung darauf abzielen, längerfristig die Hauptschulen ganz durch Werkrealschulen zu ersetzen. Danach soll ja auch die finanzielle Förderung ausgerichtet werden. Da für die neuen Werkrealschulen die Schulbezirke entfallen sollen, werden die verbleibenden kleineren Hauptschulen so nach und nach ausbluten, bis sie aufgrund zu geringer Schülerzahl geschlossen werden müssen. Denn Eltern mit einer entsprechenden Empfehlung für ihr Kind werden gerade in Ulm ihr Kind gleich an einer Werkrealschule anmelden.

„Diese Pläne tangieren ganz besonders uns in Söflingen. Auf Dauer sehen wir den Bestand der Meinloh- Hauptschule dadurch akut gefährdet. Da die Meinloh- Hauptschule die einzige einzügige unter den Ulmer Standortschulen für das zehnte Schuljahr ist, besteht die Gefahr, dass dieser seitherige Standortvorteil verloren geht und in der Folge diese für den Stadtteil enorm wichtige Schule ganz verschwindet. Dies wiederum hätte auch enorme Folgen für die Schulen in der näheren Umgebung. Die Söflinger SPD macht sich für den Erhalt der Meinloh- Hauptschule stark und hat sich bei Oberbürgermeister Ivo Gönner bereits dafür eingesetzt, dass die Schule in Söflingen bestehen bleibt. Diese Schule ist für Söflingen ein wichtiger Standortfaktor und stark mit örtlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen verwoben, die Verantwortlichen sind aktiv und engagiert und bringen sich in das Stadtteilleben voll ein. Auch aus diesen Gründen sollte die Schule auf jeden Fall erhalten bleiben.“ so der Vorsitzende der Söflinger SPD Martin Ansbacher.

Diese Pläne zeigten deutlich auf, dass die Bildungspolitik in Baden- Württemberg alles andere als weitsichtig und konzeptionell nicht einheitlich sei. Bereits vor einiger Zeit wurden die Haupt- und Werkrealschulen dazu ermutigt, einen Praxiszug einzurichten. Alle Bemühungen, einen solchen Praxiszug zu installieren würden durch die neuen Pläne nun konterkariert werden. Die bisherige Aufteilung nach Klasse 7 in einen „Praxiszug“, der zum Hauptschulabschluss führt, und in einen „Werkrealschulzug“, der auf das 10. Schuljahr vorbereitet, wird somit aufgegeben, da die „Neue Werkrealschule“ einen sechsjährigen Bildungsgang beinhaltet.

Die einzige Möglichkeit für kleinere Hauptschulen bestünde darin mit anderen Schulen zu fusionieren oder mit Realschulen zu kooperieren. Die anwesenden Realschulvertreter seien prinzipiell dazu bereit mit den Hauptschulen zu kooperieren, es fehle aber an passenden und abgestimmten Konzepten hierfür. Sollte die Meinloh- Hauptschule geschlossen werden, würden die Schülerinnen und Schüler auf die Albrecht- Berblinger- und auf die Adalbert- Stifter- Hauptschule (beide zweizügig) aufgeteilt werden, wobei die Berlinger- Schule schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen würde.

Ute Fritsch, die Rektorin der Meinloh- Hauptschule: „Die Söflinger müssen nun zeigen, was ihnen ihre Meinloh- Hauptschule wert ist. Ich bin der SPD Söflingen sehr dankbar, dass sie sich dieses Themas angenommen hat.“ Sie könne sich eine Sekundarschule in Söflingen vorstellen, in der mindestens Real- und Hauptschüler gemeinsam unterrichtet werden. Dies wäre allerdings in Ulm ein Pilotprojekt, ähnlich wie es gerade in Tübingen (dort sogar unter Einbeziehung der Gymnasiasten) unter Begleitung der Unit Tübingen erprobt und praktiziert werde. Wissenschaftlich begleitet werden könne dies in Ulm beispielsweise von der PH Weingarten und der Uni Ulm und würde Ulm als Bildungsstadt sicher zur Ehre gereichen.

Die SPD- Stadträte Lisa Schanz und Georgios Giannopoulos versprachen bei der Stadt Ulm anzufragen, welche Planungen seitens der Verwaltung bezüglich Schulzusammenlegung und Schülerinnen/Schüleraufteilung bestünden.


Bügergespräch zur Zukunft der Hauptschulen im Ulmer Westen

Einladung zum Bürgergespräch

„Die Zukunft der Hauptschulen in Söflingen und dem Ulmer Westen – wird die Meinloh- Hauptschule geschlossen?“

Am Montag, den 16. März um 19.30 Uhr
in der Gaststätte „Bräustüble“, Magirusstraße 44, 89077 Ulm

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor dem Hintergrund der anhaltenden Bildungsdiskussion und unter anderem der Diskussion um die Zukunft der Hauptschule hat das Land Baden- Württemberg die „Qualitätsoffensive Bildung“ ins Leben gerufen. Nach diesem Konzept sollen die Hauptschulen künftig als Werkrealschulen gleichwertig neben den Realschulen stehen. So soll es künftig möglich sein, an jeder zweizügigen Werkrealschule den mittleren Bildungsabschluss anzubieten.

Voraussetzung der Einrichtung solcher Werkrealschulen soll laut Minister Rau also sein, dass mindestens zwei Parallelklassen bestehen. Die Entscheidung über die Förderung einer Werkrealschule trifft die Kommune selbst. Die verbleibenden kleineren Hauptschulen werden so nach und nach ausbluten, bis sie aufgrund zu geringer Schülerzahl geschlossen werden müssen.

Zwar gibt Minister Rau auch für die kleineren Hauptschulen noch eine Bestandsgarantie, es ist aber anzunehmen, dass die Pläne der Landesregierung darauf abzielen, längerfristig die Hauptschulen ganz durch Werkrealschulen zu ersetzen. Danach soll ja auch die finanzielle Förderung ausgerichtet werden.

Diese Pläne tangieren ganz besonders den Stadtteil Söflingen. Da die Meinloh- Hauptschule die einzige einzügige unter den Ulmer Standortschulen für das zehnte Schuljahr ist, besteht die Gefahr, dass dieser seitherige Standortvorteil verloren geht und in der Folge diese für den Stadtteil enorm wichtige Schule ganz verschwindet. Dies wiederum hätte enorme Folgen für die Schulen in der näheren Umgebung.

Die SPD im Ulmer Westen macht sich für den Erhalt der Meinloh- Hauptschule stark und setzt sich dafür ein, dass die Schule in Söflingen bestehen bleibt. Wie sich die bildungspolitischen Pläne der Landesregierung konkret vor Ort auswirken und was dies für Ulm und den Ulmer Westen bedeutet, das möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren und laden Sie herzlich zu unserem Bürgergespräch ein. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ansbacher
Vorsitzender