"Mit der Straßenbahn gibt’s 350 neue Wohnungen"

Kuhberg. Ein ungelegtes Ei ist die Straßenbahnlinie auf den Kuhberg. Wird sie realisiert, sieht die Stadt 350 neue Wohnungen am Oberen Kuhberg vor.

Einschneidende Veränderungen kündigen sich für den Kuhberg an. Sie stehen und fallen allerdings mit der geplanten Straßenbahnlinie zum Schulzentrum. Kommt sie nicht, tut sich wenig, kündigte Stadtplanungschef Volker Jescheck auf der Info-Veranstaltung von AG West und SPD im Ulmer Westen in der Robert-Bosch-Schule an. Mit der Straßenbahn sind längerfristig drei Wohnbauprojekte angedacht:
Dafür befinden sich am Egginger Weg östlich der Kuhberghalle die dortigen Kleingärten teils in städtischer, teils in privater Hand. Baugebiet zwei ist ein Feld am Grimmelfinger Weg neben der Jugendherberge an der Barbaralinde. Auf einem dritten Grundstück nördlich der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, das derzeit an eine Gärtnerei verpachtet ist, könnten weitere 55 Wohnungen entstehen.

Jescheck betonte, dass die Wohngebiete erst in ferner Zukunft kommen würden, sie machten nur mit einer Straßenbahnlinie Sinn. Über deren Sinn und Wirtschaftlichkeit wiederum sprach Oliver Glaser von den Stadtwerken. In den Kernzeiten reichten schon jetzt die Busse nicht mehr aus. In der morgendlichen Rushhour seien sie völlig überlastet. Mit einer Straßenbahn könnte man flexibler und wirtschaftlicher reagieren. Doch erst wenn der Bund entschieden hat, die Linie zu subventionieren, kann über die Finanzierung entschieden werden. Glaser ist optimistisch: Wenn alles gut gehe, könnte 2016 die Straßenbahn auf den Kuhberg fahren. Die Linienführung: von den Ehinger Anlagen über Wagner- , Beyer- und Römerstraße bis zu einer Wendeschleife in Höhe der Anna-Essinger-Schule. Ein Park- and- Ride- Platz an der Wendeschleife soll zum Umsteigen auf die Straßenbahn animieren.

Unabhängig von der Straßenbahnlinie läuft die Planung für das Schulzentrum am Kuhberg. Gerhard Semler, Leiter der Abteilung Bildung der Stadt Ulm, stellte das Projekt vor. Zwei Erweiterungsbauten und eine Mensa werden errichtet. Dafür fallen etliche Parkplätze weg. Die Mensa wird Platz für 500 Schüler aus allen Bereichen des Zentrums bieten. Laut Semler laufen die Bauarbeiten bereits 2011 an, die neuen Gebäude sollen ab dem Schuljahr 2013/2014 genutzt werden. Anschließend werden die alten Schulhäuser aus den 60er Jahren saniert. Das dauert weitere sieben Jahre. Die Anna- Essinger- Schule wird ihr Aussehen komplett ändern, gelbe Fassadenfarbe frischt sie auf.

Die Robert- Bosch- und die Ferdinand- von- Steinbeis- Schule haben seit Jahren konstante Zahlen: Rund 8000 junge Leute besuchen das Zentrum, das ist ein Drittel aller Ulmer Schüler. In den nächsten Jahren wird ein Zuwachs erwartet, denn künftig müssen Werkrealschüler zwei Tage wöchentlich an beruflichen Schulen verbringen. Zusätzlichen Platz erfordern das G 8 und der neue Klassenteiler von 28 Schülern. Außerdem soll die in der Pionierkaserne ausgelagerte Abteilung für Gesundheitsberufe nach der Sanierung an den Kuhberg ziehen.

Quelle: SWP  - Beate Storz


Der SPD Ortsverein lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum Stadtteilspaziergang auf dem Kuhberg ein.

Es laden ein:
Martin Ansbacher, Ortsvereinsvorsitzender
Martin Rivoir, Stadtrat
Der SPD- Ortsverein West / Söflingen lädt ein zu einem

Stadtteilspaziergang
über den Kuhberg am
Montag, 17. März 2008 um 17 Uhr
Treffpunkt: Zebrastreifen Märchenweg/Neunkirchenweg

Neue Mitte hui! - Kuhberg pfui?

Unser schöner Stadtteil Kuhberg ist in die Jahre gekommen. Die Wohnumfeldgestaltung ist aus den 50er Jahren, Straßen und Fußwege sind oft geflickt, Autos fahren zu schnell, Radfahren fällt schwer, weil die Randsteine nicht abgesenkt sind …

Wir wollen mit Ihnen einen Spaziergang machen und über einige kleine und größere Maßnahmen diskutieren, die den Kuhberg als Wohnort noch schöner machen.

Es laden ein:

Martin Ansbacher, Vorsitzender des SPD- Ortsvereins West
Martin Rivoir, Stadtrat