Wird Wohnen in Ulm unbezahlbar?

Einladung zur Podiumsdiskussion am 2. März 2017 

Die Lage auf dem Ulmer Wohnungsmarkt wird immer angespannter. Vor allem Studierende, RentnerInnen und Familien finden häufig keinen bezahlbaren Wohnraum mehr.

Was können wir dagegen tun?

Dieser Frage stellen sich:

  • Rita Schwarzelühr-Sutter, MdB Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt,  Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
  • Dr. Frank Pinsler, Geschäftsführer der Ulmer Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH – UWS
  • Christoph Neis, Vorstand der ulmer heimstätte eG

Kommt vorbei und diskutiert mit am
Donnerstag, 02. März 2017, 15.00 Uhr
Weststadthaus Moltkestr. 10 – 89077 Ulm 

Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Anmeldung unter hilde.mattheis.wk01@bundestag.de bzw. 0731 6026771.

Herzliche Grüße

Hilde Mattheis MdB

Georgios Giannopoulos
OV-Vorsitzender Ulmer Westen


„Wir brauchen altersgerechte Wohnungen“

Die Ärzteinitiative Ulm hätte mit der Bundesministerin für Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, lieber über die verkürzte Zukunft des Atomkraftwerks Gundremmingen diskutiert. Jedoch blieb es lediglich bei einer gepflegten Demo mit rund 30 Teilnehmern vor der Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG). Zu jenen sagte die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis nur: „Sie müssen bei uns nicht protestieren, wir sind alle einer Meinung.“

Einer Meinung auch darin, dass das Vertrauen in die Demokratie wieder wachsen müsse und die Teilhabe aller unter anderem mit Wohnqualität zu tun habe. Mit diesen Worten begrüßte Mattheis die „liebe Barbara“ als Gast des gemeinsamen Neujahrsempfangs der SPD in Ulm, Alb-Donau und Neu-Ulm. Die Bundesumweltministerin ist auch für den Bau zuständig – und dazu gehört nun mal der bezahlbare Wohnraum.

Die für die Stadt so wichtigen Dienstleister wie die Krankenschwester und der Taxifahrer sollten mit ihrem geringen Einkommen dort wohnen bleiben können. Und es fehle an Wohnungen für immer mehr Ältere in allen Städten – auch in der Region.

Berechnungen hätten gezeigt, dass bis zum Jahr 2030 bundesweit 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt werden. Deshalb seien im Bundeshaushalt ab diesem Jahr jährlich 1,5 Milliarden Euro – dreimal mehr als vor vier Jahren – für den sozialen Wohnungsbau veranschlagt. Entsprechend benötige man bis 2025 jährlich rund 400.000  Baugenehmigungen, sagte Hendricks.

Außerdem richtete sie eine etwas ungewöhnliche Bitte an die Kommunen: Sie sollen darauf achten, dass die großen Investoren nach der Genehmigung gleich zu bauen beginnen. Denn es gebe immer wieder Bauherren, die abwarten, „bis die Rendite steigt“. Der Eigenkapitalersatz, etwa Bürgschaften, die für junge Familien interessant sein dürften, ist jedoch noch Zukunftsmusik.

„Das klappt wohl erst in der nächsten Legislaturperiode“, sagte Barbara Hendricks mit einem gewissen Lächeln. Für 2017 hingegen wünscht sich die Ministerin ein friedlicheres Jahr „nach dem Stakkato der schlechten Nachrichten im Jahresrückblick 2016“. Diese Geschehnisse seien ein Weckruf, es brauche etwa noch mehr sozialen Zusammenhalt im Alltag.

Quelle: SWP - Carolin Stüwe


Neujahrsempfang mit Barbara Hendricks

Zum gemeinsamen Neujahrsempfang  der SPD in Ulm, Alb-Donau und Neu-Ulm möchten wir herzlich einladen

am Samstag, den 07.01.2017 um 11:30 Uhr (Einlass ab 11:00 Uhr)

in der Hochschule für Gestaltung (HfG Ulm), Am Hochsträß 10 , 89081 Ulm

Wir freuen uns sehr,

Dr. Barbara Hendricks MdB
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

als Gastrednerin begrüßen zu dürfen. Wir bitten um kurze Anmeldung per Email an info@spd-ulm.de

Ab 11:10 Uhr bieten wir einen Shuttle-Service von der (End-)Haltestelle "Kuhberg Schulzentrum" der Linie 4 an.

Wir wünschen gesegnete Weihnachtsfeiertage und ein glückliches und vor allem gesundes Jahr 2017!

Viele solidarische Grüße

Martin Ansbacher
Kreisvorsitzender Ulm

Bernhard Gärtner
Kreisvorsitzender Alb-Donau

Karl-Heinz Brunner MdB
UB-Vorsitzender Neu-Ulm


Wie kommt Ulm zu mehr günstigen Wohnungen?

Die Wohnbaudebatte im Ulmer Gemeinderat im Herbst wirft ihre Schatten voraus: Die SPD hat Experten nach Strategien für mehr bezahlbaren Wohnraum befragt. Eines steht fest: Das Thema ist total komplex.

Der Herbst wird heiß. Jedenfalls kommunalpolitisch. Das Thema, das längst am Köcheln ist, ist die Lage auf dem Ulmer Wohnungsmarkt. Die Fraktionen haben sich in Stellung gebracht (siehe Info- Kasten). Viele halten die Situation für prekär. Erstens gebe es überhaupt zu wenig Wohnungen, zweitens für immer mehr Ulmer zu wenig bezahlbare. Das ist auf einer Veranstaltung der SPD im Ulmer Westen jetzt mit Zahlen untermauert worden.

Stadtrat Martin Rivoir sagte, dass Ulm an Köpfen und Haushalten weiter wachse, statt der 300 fehlenden Wohnungen im Jahr aber nur 250 gebaut würden, während der Bestand an geförderten Wohnungen stetig zurückgehe und Mieten stiegen. Kollegin Dorothee Kühne bekräftigte: "Es wurde in den letzten zehn Jahren zu wenig gebaut." Das schlägt jetzt ins Kontor, da ein neues Phänomen aufgetreten sei: Immer mehr Menschen müssen mit weniger Verdienst auskommen, während Wohnungen immer teurer würden.

Was ist zu tun? Dafür wurden Vertreter der Wohnungsgesellschaften und - genossenschaften in der Stadt um ihre Positionen gebeten:

Dr. Frank Pinsler von der städtischen UWS hielt zunächst mal fest: "Bezahlbarer Wohnraum ist nicht gleich geförderter." Ohnehin gehe es derzeit weniger um Leute, die direkt unterstützt werden, sondern um solche, die ein eigenes Einkommen haben, damit auf dem freiem Mietmarkt aber nicht mehr teilnehmen können. Die UWS hat derzeit konstant 1300 Bewerber, 400 Wohnungen werden im Jahr vermittelt.

Christoph Neis von der Ulmer Heimstätte fügte für 2011 an, dass 100 neue Wohnungen weg waren, ohne sie eigens beworben zu haben. Und er stellte fest: "Wir reduzieren unseren günstigen Wohnraum permanent selbst" - durch Modernisierung und höhere Standards.

Claus Bäurle von der BSG Aufbau sagte: "Für den Ulmer Markt ist der Neubau wichtig." Ein großes Angebot wirke als Preisbremse und Mieterschutz. Sein Rezept für die Preis- Etage darunter aber ist die "Mobilisierungprämie aus dem Bestand". Besser gestellte Mieter sollen angeregt werden, in bessere und teurere Wohnungen umzuziehen, womit vorhandene günstige frei werden. Über Neubau allein komme man jedenfalls nicht zu niedrigen Mieten.

Alle beklagen, dass die Landeswohnbauförderung praktisch nicht wirksam sei. Hohe Auflagen, fehlende Attraktivität. Bäurle: "Das sind Abwehrprogramme." Pinsler: "Sie führen dazu, dass Geld verbrannt wird." Neis: "Baden- Württemberg gibt 36 Millionen Euro, die keiner haben will - Bayern 205 Millionen: Dort ist es auch Wohnungspolitik!"

So viel zum Großen. Im Kleinen sagte Kühne: "Wir müssen etwas zusammenrücken". Und beim Wohnen weniger Platz beanspruchen. Das kam dann nicht so gut an.

Quell: SWP - Jakob Resch


Bürgergespräch Wohnungsbau

Einladung zum Bürgergespräch

„Mehr bezahlbaren Wohnraum für Ulm –
sozialen Wohnungsbau ausweiten und reformieren!“

Am Donnerstag, den 20. September 2012 um 19:30 Uhr
in den Räumen der AWO Ulm, Schillerstr. 28/3, 89077 Ulm

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Jahren hat sich die Lage auch auf dem ulmer Wohnungsmarkt deutlich verschärft. Es fehlen vor allem preiswerte Wohnungen für Familien. Landesweit, so wird geschätzt, sollten jährlich bis zu 30.000 neue Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Zudem fallen in den nächsten Jahren viele Wohnungen aus der Preisbindung heraus, so dass mit deutlichen Mietsteigerungen gerechnet werden muss. Im Herbst diesen Jahres führt der Ulmer Gemeinderat eine Wohnungsbau- debatte. Die Gemeinderatsfraktion hat u. a. einen „Ulmer Weg“ zu preisgünstigem Wohnungsbau vorgeschlagen. Auch die Landesregierung wird mit einer Neugestaltung des Landeswohnungsbauprogramms Impulse für preiswerten Wohnungsbau setzen. Beim Neubau von Wohnungen sollen auch ambitionierte Klimaschutzziele erreicht werden. Dies steht aber durchaus im Konflikt zum Bau von preiswertem Wohnraum.

Über die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt und die Strategien zum Erhalt und zur Schaffung von preiswertem Wohnraum wollen wir diskutieren. Wir laden Sie herzlich zu diesem öffentlichen Bürgergespräch ein.

Als Gäste werden teilnehmen:

• Martin Rivoir, MdL und stv. Vorsitzender der SPD- Gemeinderatsfraktion
• Dr. Ing. Frank Pinsler, Geschäftsführer der Ulmer Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft
• Udo Casper, Landesgeschäftsführer des Mieterbundes Baden- Württemberg
• Christoph Neis, geschäftsführender Vorstand der Ulmer Heimstätte eG
• Claus Bäurle, Geschäftsführer der BSG Aufbau eG

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ansbacher
Vorsitzender